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Scanner-Persönlichkeiten

Tetralemma: Meine Lieblings-Methode für die Entscheidungsfindung

Fühlen Sie sich bei Entscheidungen oft blockiert und wissen nicht, wie Sie entscheiden sollen? Die Tetralemma-Methode bietet Ihnen eine strukturierte Methode, um Klarheit zu gewinnen, kreative Alternativen zu entwickeln und aus festgefahrenen Denkmustern auszubrechen, weil Sie Ihre Intuition und Ihr Gefühl einbezieht.

Inhalt:

Das Tetralemma: Schluss mit Entscheidungsblockaden!

Als TausendsassaCoach und Professorin für Coaching begleite ich regelmäßig Scanner-Persönlichkeiten – vielseitige Führungskräfte, Selbständige und Unternehmer:innen, die sich durch eine breite Palette von Talenten und Interessen auszeichnen. Doch genau diese Vielseitigkeit bringt oft Herausforderungen mit sich: Entscheidungsblockaden, das Gefühl, sich zwischen „entweder“ und „oder“ entscheiden zu müssen, und die Angst, etwas zu verpassen.

In diesem Blogartikel stelle ich Ihnen das Tetralemma vor – eine Methode, die Ihnen hilft, frei und unbeschwert Entscheidungen zu treffen, neue Perspektiven zu entdecken und dabei kreative Wege zu gehen. Es ist eines meiner Lieblingstools für die Entscheidungsfindung, weil es nicht nur die Kognition anspricht, sondern auch Ihre emotionale und intuitive Seite mit einbezieht. Also neben dem Kopf, auch Herz und Bauch. Genau das richtige für vielseitige Scanner, Menschen mit Tausendsassa-Persönlichkeit.

Was ist das Tetralemma?

Das Tetralemma ist ein Werkzeug aus der indischen Logik, das von den systemischen Beratern Insa Sparrer und Matthias Varga von Kibéd für Coaching und Aufstellungsarbeit adaptiert wurde. Als Coaching-Methode wird es vor allem dann eingesetzt, wenn Sie sich zwischen zwei Optionen entscheiden müssen (sog. dichotome Entscheidungen). Es hilft Ihnen, Entscheidungsprozesse zu erweitern, indem es Sie aus dem „Entweder-Oder“-Denken herausführt und neue Lösungsräume eröffnet.

Statt sich zwischen zwei Optionen zu zwingen, erweitert das Tetralemma den Blick und ermöglicht Ihnen, vier (und manchmal sogar fünf) verschiedene Lösungsräume zu erkunden:

  1. Das Eine („Ja“ zu Option A)

  2. Das Andere („Nein“ oder Option B)

  3. Beides (Die Verbindung von A und B)

  4. Keines von beidem (Eine neue, dritte Möglichkeit)

  5. Etwas ganz anderes (Eine Meta-Ebene, die noch mehr Spielraum bietet)

Besonders für Scanner-Persönlichkeiten, die sich oft zwischen vielen Ideen und Möglichkeiten hin- und hergerissen fühlen, ist das Tetralemma eine gute Methode zur Entscheidungsfindung. Denn wenn reines Abwägen, Pro- und Contra-Listen nicht mehr funktionieren, bezieht es die emotionale Ebene und intuitive Impulse bewusst mit ein – ein entscheidender Unterschied zu rein rationalen Methoden der Entscheidungsfindung.

Warum die Tetralemma-Methode für Scanner-Persönlichkeiten so hilfreich ist

  • Viele Möglichkeiten unter einen Hut bringen: Oft scheint es, als müssten Sie sich für eine Richtung entscheiden. Das kann sich begrenzend und einengend anfühlen. Vor allem für Tausendsassa. Die Tetralemma-Methode zur Entscheidungsfindung öffnet jedoch den Möglichkeitenraum. Sie macht erfahrbar, dass scheinbare Gegensätze verbunden werden können oder sogar etwas völlig Neues möglich ist. Da geht das Tausendsassa-Herz auf!

  • Entscheidungsblockaden auflösen: Anstatt in Gedankenschleifen gefangen zu bleiben, hilft Ihnen die strukturierte Anwendung der Tetralemma-Methode, Klarheit zu gewinnen und neue Perspektiven zu erkennen. Etwas, das gerade Scanner-Persönlichkeiten aufgrund ihrer Vielseitigkeit und vielen Interessen und Begabungen oft schwerfällt. Sie tendieren außerdem gern dazu, das Gedankenkarussell kreisen zu lassen…

  • Kreative Freiheit entfalten: Gerade in der Rolle als Führungskraft, Unternehmer oder Selbständige ist es wichtig, auch unkonventionelle Lösungen zu finden – genau das ermöglicht Ihnen das Tetralemma bei der Entscheidungsfindung. Und wenn Sie ein Tausendsassa sind, werden Sie unkonventionelle innovative Lösungen lieben. 🙂

  • Intuition und Emotionen einbinden: Im Gegensatz zu klassischen Methoden der Entscheidungsfindung, die sich auf Logik und Abwägung beschränken, schafft das Tetralemma als Entscheidungshilfe Raum für Ihre Emotionen und die Intuition. Sie spüren förmlich, welche Entscheidung sich für Sie richtig anfühlt.

Tetralemma-Methode als Entscheidungshilfe

Wann das Tetralemma hilft

Müssen Sie eine Entscheidung fällen zwischen zwei Optionen (A oder B, Ja oder Nein, Dies oder Das), bei der das reine rationale Abwägen zu keinem Ergebnis führt? Dann können Sie die Tetralemma-Methode anwenden. Sie benötigen etwa eine halbe Stunde und sollten dabei ungestört und ohne Zeitdruck sein. Eine Person, die Sie durch die Methode führt, wie zum Beispiel ein Coach, kann hilfreich sein, vor allem bei Ihrer ersten Anwendung der Tetralemma-Methode.

Schritt für Schritt: Die Tetralemma-Anleitung

Beschriften Sie 5 Karteikarten oder Zettel (wie oben in der Grafik) und verteilen Sie diese im Raum auf dem Boden. Betreten Sie dann nach und nach alle fünf Karten und fühlen Sie sich jeweils in die Karte hinein. Wie fühlt es sich an, wenn Sie diese Karte wahr gemacht hätten? Beobachten Sie dabei sich selbst, Ihren Körper, Ihre Empfindungen:

  1. Karte: Das Eine (Option A) Stellen Sie sich zunächst auf die erste Karte, die eine oder erste Möglichkeit, die Ihnen zur Verfügung steht, und benennen Sie diese klar und deutlich. Was genau ist diese Option A? Schließen Sie nun die Augen und lassen Sie sich auf diese Karte ein. Spüren Sie eher, als zu denken. Wie fühlt es sich an, wenn Sie diese Entscheidung getroffen haben? Wie geht es Ihnen? Was sagt Ihr Körper, Ihr Bauch? Welche Empfindungen haben Sie?

  2. Karte: Das Andere (Option B) Nun nehmen Sie die zweite Option ein. Stellen Sie sich wieder auf die Karte und machen Sie dasselbe wie bei der ersten Karte. Wie fühlt es sich an, wenn Sie diesen Weg gehen? Lassen Sie sich Zeit.

  3. Karte: Beides (A und B) Nun spüren Sie in diese Option hinein: Wie fühlt es sich an, wenn beides – wie auch immer, das spielt jetzt noch keine Rolle – gleichzeitig möglich wäre?

  4. Karte: Keines von beidem Wechseln Sie nun auf die nächste Karte und spüren Sie wieder nur in sich hinein. Wie fühlt es sich an, wenn Sie diesen Weg gehen? Wie geht es Ihnen, was sagt Ihr Körper, Ihr Bauch? Lassen Sie sich Zeit.

  5. Karte: Etwas ganz anderes Wenn Sie möchten, können Sie nun noch diese fünfte Ebene hinzufügen: Was passiert, wenn Sie alles loslassen? Was, wenn keine Entscheidung nötig ist? Was, wenn etwas Drittes möglich wäre? Was immer es ist, alles ist möglich! Beobachten Sie, was geschieht. Spüren Sie, wie es sich anfühlt.

Wenn Sie wollen, kehren Sie nochmals auf eine oder mehrere der vorherigen Karten zurück, aber bleiben Sie bei sich und Ihren Empfindungen. Wechseln Sie nicht in logisches, rationales Überlegen oder Grübeln.

Das Tetralemma auswerten

Wenn bei Ihnen eine der Karten deutlich positiv gegenüber den anderen Karten war, so haben Sie die Antwort auf Ihre Entscheidung gefunden. Ihr Körper weiß bereits, was die richtige Entscheidung ist, Sie müssen sie nur noch bewusst treffen.

Das Körperempfinden ist ein unmittelbares Messinstrument und gibt uns die richtige
Richtung an. Niemand wird mit einer reinen Kopfentscheidung glücklich.

Wenn bei Ihnen die Karte „beides“ deutlich positiv konnotiert war, fragen Sie sich: Wie könnten beide Optionen miteinander verbunden werden? Welche Lösungen gibt es, die beide Perspektiven integrieren?

Bei der Karte „keines von beidem“ öffnen Sie den Raum für neue Ideen. Welche Möglichkeit gibt es außerhalb von A und B? Oft entsteht genau hier eine völlig unerwartete, kreative Lösung.

War bei Ihnen die Karte „etwas ganz anderes“ am positivsten konnotiert? Dann gehen Sie auf Entdeckungsreise! Was ist es, das da hervorkommen möchte?

Sollten Sie Schwierigkeiten gehabt haben, sich bei der Durchführung der Tetralemma-Methode auf Ihre Körperempfindungen zu konzentrieren, so wiederholen Sie die Methode als Entscheidungshilfe zu einem anderen Zeitpunkt nochmals. Manchmal ist die Zeit einfach noch nicht reif, um die Entscheidung zu fällen, oder das Setting war für die Methode nicht das Beste.

Praxisbeispiel

Martina, eine Tausendsassa und Geschäftsführerin aus dem Finanzsektor, kam ins Leadership Coaching, weil sie vor der Entscheidung stand:

  • Option A: Ihr aktuelles Unternehmen weiterführen und wachsen lassen.

  • Option B: Ein neues Start-up gründen und in eine völlig andere Branche wechseln.

Durch die Anwendung des Tetralemmas konnte Martina erkennen, dass sie beide Optionen miteinander verbinden konnte: Sie entschied sich, ihr bestehendes Unternehmen so zu restrukturieren, dass es mehr Freiräume für neue Projekte gab. Gleichzeitig investierte sie in ein neues Start-up als Mentorin, ohne sofort alles aufzugeben.

Die Tetralemma-Methode half ihr, den Druck der „Entweder-Oder“-Entscheidung loszulassen und ihre vielseitigen Scanner-Talente weiter zu entfalten.

Fazit: Das Tetralemma als Gamechanger für Ihre Entscheidungsfindung

Wenn Sie das nächste Mal eine Entscheidung treffen müssen und sich zwischen zwei Möglichkeiten nicht entscheiden können, erinnern Sie sich an die Tetralemma-Methode. Sie bietet Ihnen:

Möchten Sie das Tetralemma selbst erleben? In meinen Coachings und Onlinekursen zeige ich Ihnen, wie Sie diese Methode Schritt für Schritt anwenden, um Klarheit und neue Handlungsspielräume zu gewinnen.

Entdecken Sie auch den Aufbaukurs für Scanner-Persönlichkeiten. Hier finden Sie den Fokus in Ihrer Scanner-Vielfalt und den Mut, die richtigen Entscheidungen zu treffen, bei denen Sie im Mittelpunkt Ihres Lebens stehen. Neben dem Tetralemma verrate ich Ihnen in diesem Kurs noch weitere meiner Best-of-Methoden, um Entscheidungen treffen zu können.

Lassen Sie uns gemeinsam Ihre Vielseitigkeit in Kraft verwandeln!

Ihr TausendsassaCoach

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Die Autorin

Prof. Dr. Sarah Gierhan ist Professorin für Coaching und arbeitet als zertifizierte Business Coach und Trainerin.

Die promovierte Neuropsychologin möchte mit ihrem Unternehmen TausendsassaCoach Scanner-Persönlichkeiten dabei unterstützen, beruflich klar und vielseitig erfolgreich zu sein.

Weil unsere Gesellschaft glückliche Tausendsassa braucht.

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