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Scanner-Persönlichkeiten

Prokrastinieren: Bedeutung für Dich als Scanner

Was bedeutet „Prokrastinieren“ eigentlich genau – und warum betrifft es Scanner-Persönlichkeiten besonders häufig? Hier erfährst Du, was hinter dem Begriff steckt, warum vielseitige Menschen besonders anfällig fürs Aufschieben sind – und was wirklich hilft, ins Tun zu kommen.

Inhalt:

Aufgaben aufschieben

Hast Du Dich schon einmal gefragt, warum du so oft Aufgaben vor Dir herschiebst? Welche Bedeutung Prokrastinieren für Dich als Tausendsassa hat? Ich verrate Dir einen einfachen Trick, wie Du mit Deinen To-dos beginnst, Aufgaben angehst und nicht länger prokrastinierst.

Was bedeutet Prokrastinieren?

Prokrastinieren (von lateinisch pro = „für“ und crastinus = „der morgige Tag“) bedeutet, Aufgaben systematisch aufzuschieben, obwohl man weiß, dass dies langfristig negative Folgen haben kann. Umgangssprachlich wird es oft als „Aufschieberitis“ bezeichnet.

Wichtig: Prokrastination ist kein Zeichen von Faulheit – sondern häufig Ausdruck von innerem Stress, Überforderung oder Perfektionismus. Besonders Scanner-Persönlichkeiten sind davon betroffen, da sie sich häufig selbst unter Druck setzen, allen Interessen und Erwartungen gleichzeitig gerecht zu werden.

Weshalb Scanner-Persönlichkeiten häufig prokrastinieren

Scanner (auch Tausendsassa genannt) sind Menschen mit vielen Interessen, Ideen und Talenten. Sie denken vernetzt, haben ständig neue Impulse – und dadurch oft das Gefühl, nie genug Zeit zu haben, um alles „richtig“ zu machen.

Typische Gründe für Prokrastination bei Scanner-Persönlichkeiten sind daher:

  • Perfektionismus: Alles soll gleich beim ersten Anlauf gelingen.

  • Entscheidungslähmung: Zu viele Ideen führen zu Überforderung.

  • Angst vor Einengung: Eine Aufgabe zu beginnen, heißt, andere liegenzulassen, sich einzuschränken, vielleicht auch etwas zu verpassen (Stichwort: FOMO).

  • Reizüberflutung: Scanner sind oft mental „zu voll“, um konzentriert anzufangen.

Prokrastinieren muss nicht sein! Schon das Verständnis dafür, wieso Du gerade als Scanner-Persönlichkeit prokrastinierst, kann Dir einen Anreiz bieten, dieses Muster zu durchzubrechen.

Warum prokrastinieren wir überhaupt?

Prokrastination ist mehr als eine schlechte Angewohnheit – sie hat psychologische und neurologische Ursachen. Oft entsteht sie aus einem inneren Konflikt zwischen dem „Wollen“ und dem „Müssen“. Unser Gehirn bevorzugt kurzfristige Belohnungen gegenüber langfristigem Nutzen. Das bedeutet: Eine Aufgabe, die Anstrengung oder Unsicherheit verspricht, wird als unangenehm bewertet und deshalb vertagt.

Scanner-Persönlichkeiten sind hiervon besonders betroffen. Sie haben viele gleichzeitige Projekte, ständig neue Ideen – und damit auch viele potenzielle Quellen für Überforderung oder Perfektionismus. Das Gehirn versucht, diese unangenehmen Gefühle zu vermeiden – und lenkt sich lieber mit scheinbar harmlosen Tätigkeiten wie Social Media, E-Mails oder Putzen ab.

Was hilft gegen das Aufschieben?

In meinem Podcast zeige ich Dir eine einfache, aber wirkungsvolle Methode, wie Du ins Tun kommst – ohne Dich zu überfordern. Du lernst:

Wie kommst Du als Scanner ins Handeln statt zu prokrastinieren?

Um der Prokrastination zu entkommen, brauchst Du keine eiserne Disziplin – sondern ein System, das zu Deiner vielseitigen Denkweise passt. Hilfreich sind zum Beispiel:

  • Mikroschritte: Fang mit einem Mini-To-do an – z. B. 5 Minuten arbeiten statt „Projekt X abschließen“.

  • Kontext statt Kalender: Arbeite nicht nach Uhrzeit, sondern nach Stimmung, Energielevel oder Umgebung.

  • Scanner-taugliche Tools: Nutze Kanban-Boards, Mindmaps oder Timer-Apps wie „Pomodoro“, um den Fokus zu halten.

Ziel ist es, nicht alles auf einmal zu schaffen, sondern kontinuierlich in Bewegung zu bleiben – auch mit kleinen Schritten.

Hilfreiche Strategien gegen Prokrastination

Hier ein paar weitere konkrete Tipps, die sich in der Praxis bewährt haben – besonders für Scanner-Persönlichkeiten:

  • Formuliere Aufgaben konkret und greifbar: Statt vager To-dos wie „an Projekt X arbeiten“, die schwer fassbar sind und schnell überfordern, benenne den ersten klaren Handlungsschritt: zum Beispiel „3 Ideen aufschreiben“, „1 E-Mail beantworten“ oder „Gliederung für Artikel entwerfen“. So weißt Du genau, womit Du anfängst – und die Hürde sinkt deutlich.

  • Erkenne emotionale Blockaden: Manchmal stecken Unsicherheit, Zweifel oder Überforderung hinter dem Prokrastinieren – bedeutet für Dich: Ssprich sie aus oder schreibe sie auf.

  • Schaffe sichtbare Erfolge: Nutze Checklisten oder Erfolgstagebücher, um Fortschritte sichtbar zu machen und zu feiern.

➡️ Dein nächster Schritt

Wenn Du Deine Prokrastination wirklich verstehen und dauerhaft überwinden willst, beginne damit, Deine Scannerpersönlichkeit besser kennenzulernen. In meinem Onlinekurs „Meine Scannerpersönlichkeit“ zeige ich Dir, wie Du aus Aufschieberitis Klarheit und Struktur machst – ohne Dich einzuengen.

Dein TausendsassaCoach

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Die Autorin

Prof. Dr. Sarah Gierhan ist Professorin für Coaching und arbeitet als zertifizierte Business Coach und Trainerin.

Die promovierte Neuropsychologin möchte mit ihrem Unternehmen TausendsassaCoach Scanner-Persönlichkeiten dabei unterstützen, beruflich klar und vielseitig erfolgreich zu sein.

Weil unsere Gesellschaft glückliche Tausendsassa braucht.

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